AMS dating Forams

Radiokarbon Datierung von Foraminiferen und Ostrakoden

Empfohlene Probenmengen (geringere AMS Mengen sind möglich – bitte kontaktieren Sie uns)
4 – 10 Milligramm (AMS)
Empfohlenes Behältnis
Bitte Glasfläschchen mit Schraubverschluss, Mikrozentrifugenröhrchen oder Zählkammern verwenden und diese in separate, wiederverschließbare und beschriftete Plastikbeutel geben.
Bitte senden Sie Ihre Proben in Paketen und nicht in Umschlägen, um die Proben vor Schäden während des Versands zu bewahren.
Aufbereitungen durch das Labor sind für Foraminiferen bei einer Probenmenge unter 10 mg nicht möglich.

Hinweis – Die Gebühren beinhalten d13C Messungen, Qualitätssicherungsberichte, Kalenderkalibrierung (wo anwendbar) und einen 24/7 Internetzugriff auf vorherige Ergebnisse und in der Bearbeitung befindliche Analysen. Bei sehr kleinen Proben ist es gegebenenfalls nicht möglich, separat gemessene d13C-Werte zu berichten. Die gesamte, korrigierte Fraktionierung wird jedoch in das Endergebnis einfließen.

Vorbehandlung – Karbonatproben, die kleiner als 10 mg sind (z.B. Foraminiferen), können zu klein für chemisches Ätzen sein. Diese Proben werden mikroskopisch untersucht und fotografiert, allerdings werden die Proben nicht mit Säure behandelt. In manchen Fällen wird die Probe mit Ultraschall behandelt, um losen Schmutz zu entfernen. Da diese Proben allerdings keiner Säureätzung unterzogen wurden, repräsentiert das Ergebnis den gesamten Karbonatanteil der eingesendeten Probe. Bei sehr kleinen Proben sind keine Vorbehandlungen nötig. Wenn Sie die Vorbehandlung Ihrer Proben eruieren möchten, kontaktieren Sie uns bitte, um die Details zu klären.

Foraminiferen Vorbehandlung Beta Analytic

Reservior Korrektur – Bitte geben Sie den korrespondierenden Delta+R / Delta–R Wert (örtliche eingegrenzte Reservior Korrektur) für das Gebiet der Probengewinnung an, damit wir für das Ergebnis eine angemessene Kalenderkalibrierung vornehmen können. Eine Delta±R Korrektur wird auf Proben angewendet, die bereits mithilfe der globalen marinen Reservoir Korrektur korrigiert wurden. Der durch den Klienten bereitgestellte Wert wird von dem bereits korrigierten Alter subtrahiert oder addiert (je nachdem, ob es sich um einen Delta-R oder Delta+R Wert handelt). Hinweis: Ein negativer Delta-R Wert erhöht das Alter der Datierung (üblicherweise ausgehend von einer Süßwasserverdünnung des globalen marinen Durchschnittswerts).

Probengröße bei Foraminiferen – Im Idealfall arbeiten wir gerne mit mindestens 4 – 10 mg sauberer Foraminiferen, sodass wir den d13C-Wert der Probe bestimmen und berichten können. Wir datieren routinemäßig Foraminiferen-Proben im Bereich von 3 mg mittels AMS. Allerdings arbeiten wir dann an der unteren Nachweisgrenze. An mindestens 4 mg können wir einige Vorbehandlungen durchführen, um exogenes Material zu entfernen. Diese Vorbehandlungen haben sich in einigen Fällen als effektiv erwiesen, um die Genauigkeit zu verbessern. Außerdem ist es uns nicht möglich d13C und d18O Werte für Proben mit 2 mg zu berichten. Grundsätzlich benötigen wir mindestens 3,7 mg für zusätzliche Isotopendaten. Falls uns nicht ausreichend Karbonat für d13C und d18O vorliegt, fahren wir mit der AMS Datierung fort und Sie haben die Möglichkeit weiteres Material für eine Isotopenmessung einzusenden. In jedem Fall werden die AMS Daten bezüglich der gesamten Fraktionierungseffekte korrigiert.

Wir empfehlen mindestens 10 mg Ostrakoden zu senden, obgleich wir wissen, dass es nicht immer möglich ist, diese Menge an Probenmaterial bereitzustellen. Die Mindestmenge beträgt 5 mg, allerdings gehen mit dieser Menge Einschränkungen während der Vorbehandlung und der d13C Verhältnismessung einher.

Sie können uns die Ostrakoden Proben in einer Zählkammer senden, stellen Sie aber bitte sicher, dass das Deckglas mit Klebeband fixiert ist und somit während des Transports nicht verrutschen kann. Alternativ können Sie Ostrakoden in eine Glasphiole mit Schraubverschluss oder in ein Kunststoff-Mikrozentrifugenröhrchen geben. Der Deckel sollte immer gesichert werden. Verpacken Sie die Zählkammern, Phiolen oder Röhrchen in einen wiederverschließbaren Plastikbeutel. Stellen Sie sicher, dass die Beutel gut mit Luftpolsterfolie o.ä. gepolstert sind, um die Proben während des Transports zu schützen.

Foraminiferen sind in allen Meeresumgebungen zu finden und sind einzellige Organismen, die weder Gewebe noch Organe aufweisen. Sie sind bei einer Größe von wenigen Millimetern bis hin zu wenigen zehntel Mikrometern, sehr klein. Foraminiferen können planktisch oder benthisch sein. Planktische Foraminiferen leben in den oberen Zonen des Meeres und benthische Foraminiferen werden auf oder im Meeresboden gefunden.

Foraminiferen werden oft zu biostratigraphischen Untersuchungen und paläoökologischen Rekonstruktionen verwendet. Benthische Foraminiferen sind ausgezeichnete Indikatoren für die Meerestiefe, daher werden sie oft in der paläoozeanographischen Forschung verwendet. Planktische Foraminiferen werden im offenen Meer gefunden und werden oft als Indikatoren für Meeresströmungen und Klimata heran gezogen. Wissenschaftler verwenden Foraminiferen auch zur Untersuchung der Meeresverschmutzung.

Ostrakoden (Ostracoda) sind kleine Krebstiere, die sowohl in Süßwasser, als auch in Salzwasser Habitaten vorkommen. Laut des British Geological Survey sind Ostrakoden zwischen 0,5 und 1,5mm lang, einige Arten (z.B. Gigantocypris) werden bis zu 25mm groß. Anders als die meisten Krebstiere, sind Ostrakoden nicht segmentiert. Kopf und Thorax sind miteinander verschmolzen. Wissenschaftler nutzen Ostrakoden für paläolimnologische Untersuchungen.