Die folgenden Punkte sind absteigend nach Beta Analytics Empfehlungen sortiert:
1 – Datieren von organischem Material, das aus dem Kalkmörtel extrahiert wurde
Sofern eine ausreichende Menge an Holz, Holzkohle oder sonstigen Pflanzenresten aufgefunden werden kann, ist eine Radiokarbon Datierung möglich. Die Genauigkeit hängt von der Art und Beschaffenheit des extrahierten organischen Materials ab und davon, ob es zur gleichen Zeit wie das Bauwerk entstanden ist. Wenn Holz oder Holzkohle im Kalkmörtel gefunden wurde, welches von „alten" Bäumen stammt, dann werden "X" Jahre, je nach Alter des in den Bäumen enthaltenen Kohlenstoffs, als Messabweichung auftreten.
2 – Unmittelbare Datierung von Kalkmörtel
Es ist auch möglich, Kalkmörtel unmittelbar zu datieren, jedoch nur dann, wenn die Gegenstände nicht der Witterung ausgesetzt waren, da Kalk mit Regen oder Grundwasser reagiert und Karbon in der Form von gelösten anorganischen Karbonaten aufnimmt. Auch wenn die zu datierenden Gegenstände nicht dem Grundwasser oder Regen ausgesetzt waren, ist eine Datierung von Kakmörtel und Gips problematisch und kann zu sehr abweichenden Befunden führen. Daher können wir eine direkte Datierung von Mörtel nicht empfehlen. Es wäre besser die organischen Stoffe, die man in ihm finden kann, analysieren lassen.
Wichtige Anmerkung: Bei Proben, die aus den Jahren nach 1650 stammen, treten unterschiedliche Kalibrierbereiche auf. Diese sind auf ihre statistische Überlappung mit dem Beginn der industriellen Revolution (und der Freisetzung großer Mengen fossiler Brennstoffe) und den Nuklearwaffen Tests in den Jahren 1950-1960 zurückzuführen.
Da in der Regel nur kleine Mengen an Karbonat in den Proben vorhanden sein werden, ist für alle eingesendeten Proben eine AMS Datierung obligatorisch. Unser Labor braucht zwischen 1-4 mg Holzkohle oder 2- 5 mg unverkohltes Holz oder nachher gereinigte und vorbehandelte Pflanzenreste, bei denen der Kalkmörtel durch Nassveraschung entfernt wurde. Es ist schwer abzuschätzen, wie viel Mörtel eingeschickt werden muss, da es immer davon abhängt, wie viel verkohltes Pflanzenmaterial noch im Mörtel vorhanden ist.
Wenn Sie gerne den Mörtel oder Gips direkt datieren lassen wollen, rufen Sie, bevor Sie uns Ihre Probe(n) einsenden, bitte unser Labor an oder senden Sie uns eine E-Mail an lab@radiocarbon.com.
Bitte füllen Sie unser Online Formular aus oder senden Sie die ausgedruckten .PDF Datenblätter zusammen mit den Proben ein. Wenn Sie bereits die Angaben über die Proben in unserem Online Formular eingetragen haben, erübrigt sich das Einsenden der gedruckten Datenblätter.
Auf unserer Proben Einsenden Seite finden Sie weitere genaue Anweisungen für den Probenversand.
Probenzubereitung
- Probengröße und Verpackung
Angabe des Datenformulars
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- (lab@radiocarbon.com)