AMS dating pottery

Radiokohlenstoff Datierung von Keramik

Empfohlene Probenmengen (geringere AMS Mengen sind möglich – bitte kontaktieren Sie uns)
10-20 mg verkohlte Rückstande (die Größe der einzusendenden Scherbe richtet sich nach der Dicke der verkohlten Rückstande)
Empfohlenes Behältnis
Wiederverschließbare Plastikbeutel (bitte kleine und/oder zerbrechliche Proben zusätzliche in Aluminiumfolie verpacken)
Bitte senden Sie Ihre Proben in Paketen und nicht in Umschlägen, um die Proben vor Schäden während des Versands zu bewahren.
Wir können die Rückstände aus Keramikscherben extrahieren.

Hinweis – Die Gebühren beinhalten d13C Messungen, Qualitätssicherungsberichte, Kalenderkalibrierung (wo anwendbar) und einen 24/7 Internetzugriff auf vorherige Ergebnisse und in der Bearbeitung befindliche Analysen.

Vorbehandlung – Bitte kontaktieren Sie uns, um Ihre Forschungsprioritäten zu eruieren und so die adäquateste Materialauswahl und Vorbehandlung für Ihre Keramikfunde sicherzustellen. Auf Anweisung kontaktieren wir Sie gerne nach der Vorbehandlung, um Datierungsoptionen zu erörtern.

Extraktion von Keramikrückständen für die Radiokohlenstoff Datierung

Unser Labor kann auf Wunsch des Kunden die Rückstände extrahieren und die Scherbe wieder zurücksenden. Bitte geben Sie im Datenblatt an, ob die Scherbe zurückgegeben werden muss. Andernfalls wird sie nach Beendigung der Radiokohlenstoff Datierung entsorgt. Einzelheiten finden Sie auf Beta Analytic Regeln zur Rückgabe überzähliger Proben.

Die Verfahren sind absteigend nach Beta Analytics Präferenzen aufgelistet:

1- Datierung von verkohlten Speiserückständen der inneren Oberflächen

Unser Labor bevorzugt die Datierung von verbrannten Speiseresten aus den inneren Oberflächen einer Scherbe. Diese sind die beste Option, um ein präzises Datum, welches repräsentativ für deren letzte Verwendung ist, zu erhalten.

Im Allgemeinen müssen verbrannte Speiserückstände eine Patina sein, die aus kleinen Stücken oder Brocken besteht und nicht aus rußigem Pulver. Wenn der Rückstand sehr dünn ist, sodass nur ein rußiges Pulver entfernt werden kann, ist es schwierig (wenn nicht unmöglich) eine Alkali Vorbehandlung durchzuführen, um Huminsäuren zu entfernen, die mit dem Material aus überlagerndem Sediment oder Oberflächen- wie Grundwasser Interaktionen in Kontakt gekommen sein könnten.

2- Datierung der gesamten, aus der Tonscherbe gewonnen Biomasse, die nicht vom Brennen beeinflusst wurde und der organischen Stoffe, die durch Aufbewahrung von Speisen und Flüssigkeiten absorbiert wurden.

Bei Scherben, die keine vom Inneren des Gefäßes extrahierbaren, verbrannten Speisereste aufweisen, ist die zweitbeste Methode, die „gesamte Scherbenbiomasse” zu datieren. Dabei handelt es sich um das organische Material des Tons oder der Magerungsmittel und alles, was die Keramik während ihrer Verwendung enthalten hat, wie auch alle organischen Substanzen, die seit der Verschüttung mit der Scherbe in Kontakt gekommen sind.

Die Datierung der „gesamten Scherbenbiomasse” wird üblicherweise entweder ein genaues Datum liefern (wenn die enthaltenen organischen Materialien für die Zeit der Verwendung zeitgenössisch sind) oder ein „Mindestalter”-Ergebnis ergeben (d.h., dass das Gefäß mindestens so alt ist, wie das Radiokarbon-Alter angibt). Allerdings kann die Probe etwas älter sein, falls rezente organische Materialien durch mobilisierte Huminsäuren in die Keramik eingedrungen sind.

3- Datierung der extrahierbaren Brennmaterialien

Die Datierung von Magerungsmitteln ist möglich, wenn das organische Material entweder verkohlt ist, oder die Temperatur während des Brennvorgangs nicht hoch genug war, um dieses vollständig zu verbrennen.

Als Magerungsmittel verwendete Muschelschalen werden bei Temperaturen unter 600°C nicht beeinflusst. Bei Temperaturen über 600°C können sich die Carbonate dissoziieren, wobei der Kohlenstoff als Kohlenstoffdioxid (CO2) freigesetzt wird. Beim Abkühlen formt sich das vorhandene CO2 wieder in Kohlenstoff um. Wenn es sich bei diesem CO2 um den ursprünglichen Kohlenstoff handelt, wird der Kohlenstoffgehalt der Muschelschalen nicht beeinflusst. Sollte jedoch CO2 aus dem Lehm enthalten sein, spiegelt der umgeformte Kohlenstoff das Alter des Lehms wieder. Falls der Lehm älter ist, als der Brennzeitpunkt, wird das Kohlenstoffalter ebenfalls älter sein, als der Brennzeitpunkt. Wenn das CO2 von dem Brennstoff herrührt, wird das Alter der Muschelschalen das Alter des Brennstoffs angeben. Darüber hinaus ist in diesem Fall die Homogenität des umgeformten Kohlenstoffs zu beachten. Verschiedene Fragmente können von verschiedenen CO2-Quellen umgeformt worden sein.

HINWEIS – Wenn Sie nicht sicher sind, welche Komponenten Ihrer Keramikscherben datiert werden können, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung, bevor Sie Ihre Probe an das Labor senden.

Die größten Abweichungen bei der Radiokohlenstoff Datierung tendieren immer in eine jüngere Richtung, da moderner Kohlenstoff sowohl Gewicht, als auch einen radioaktiven C14 Anteil der Probe hinzufügt, ältere Verunreinigungen (oder sehr alter Ton) haben weniger Einfluss, sofern es keine sekundäre Verunreinigung durch jüngeren Kohlenstoff gegeben hat. Es braucht eine Menge von sehr altem Karbon, um einen signifikanten Unterschied bei der Verunreinigung auszumachen.

ASTM Method D6866

Keramikscherben, deren Oberfläche ausreichend dicke verkohlte Rückstände oder Ruß aufweist, können datiert werden, wenn die Rußschicht ohne Verunreinigung durch die darunter liegende Tonschicht abgekratzt werden kann. Abhängig von der Konsistenz des Rußes können die Vorbehandlungen unterschiedlich sein und entweder Säure- oder Säure- und Alkali-Behandlungen beinhalten.

Bei der Radiokarbon Datierung von Ruß, der vom Keramikäußeren stammt, hängt die Richtigkeit des Ergebnisses von der Quelle des Rußes ab. Falls der Ruß von Speiserückständen von Fisch/Schalenweichtieren stammt, ist der „Reservoir Effekt” zu beachten und entsprechende Korrekturen müssen vorgenommen werden. Stammt der Ruß von alten Bäumen (Baumstämmen), könnte das Datum zu alt sein.

Ein Radiokohlenstoff Datum stellt den letzten Zeitpunkt dar, zu dem das analysierte Material CO2 mit der Luft ausgetauscht hat. Bei Bäumen betrifft dies die äußeren Ringe, Wurzeln, Zweige, kleine Äste, Rinde, Nüsse, usw. Es handelt sich dabei um die vorhandenen Wachstumsmedien, wobei der innere Ring des Baums angibt, wann der Baum zu wachsen begann. Wenn man von der Rinde zurück zum Zentrum des Baumes geht, ist jeder Ring ein Jahr älter. Bei einem 200 Jahre alten, lebendigen Baum repräsentiert die Datierung der Rinde die Gegenwart und die Datierung des inneren Rings die Vergangenheit, in diesem Fall 200 Jahre, auch wenn der Baum noch lebt. Daher hängt die Richtigkeit des Radiokohlenstoff Datums davon ab, aus welchem Bereich des Baumes das Holz stammt. Es hängt auch davon ab, ob von Menschen verursachte Verunreinigungen vorliegen.