ASTM Method D6866

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Kontamination von Archäologischen Artefakten


  • Ursachen für Kontaminationen können natürlichen oder künstlichen Ursprungs sein
  • Verunreinigungen beeinflussen die Ermittlung des Alter von archäologischen Proben
  • Je nach Beschaffenheit der Probe werden die Vorbehandlungen gewählt, um Verunreinigungen zu beseitigen

Alles, was den Radiokohlenstoff- oder Kohlenstoff 14-Gehalt einer Probe beeinflusst, gilt als Verunreinigung. Beispielsweise enthält die an einem Knochen anhaftende Erde oder ein zum Verpacken der Probe verwendetes Stück Papier, Kohlenstoff, dass das Alter einer Knochenprobe verfälschen kann. Alles, was Kohlenstoff enthält und mit dem archäologischen Artefakt in Berührung kommt, beeinflusst den zu ermittelnden Radiokohlenstoffgehalt.

Natürliche Verunreinigungen

Rückstände von Kalkstein, Huminsäuren oder Fulvinsäuren oder Pflanzenwurzeln sind Beispiele für natürliche Verunreinigungen. Sie stammen z. B. durch die ein Artefakt umgebende Erde mit ihm in Kontakt. Da sie zusätzlichen Radiokohlenstoff auf die Probe übertragen, gelten sie als Verunreinigungen.

Kalkstein, der geologischen Ursprungs ist, sollte vor der Radiokarbondatierung entfernt werden, da er die Probe älter erscheinen lässt, als sie tatsächlich ist. Pflanzenwurzeln, die an den Proben haften, bringen jüngeren Kohlenstoff in die Probe, dadurch erscheint die Probe wesentlich jünger. Huminsäuren oder Fulvinsäuren, mikrobiellen Abbauprodukte von Pflanzen und Tieren, können ein Artefakt, je nachdem wie alt der Organismus ist, bedeutend älter oder jünger machen.

Künstliche Verunreinigungen

Künstliche Verunreinigungen können nach der Ausgrabung, insbesondere beim Einsammeln, der Konservierung und dem Verpacken von Artefakten, auftreten. Beispielsweise kann ein Knocken, der mit Papier und einem tierischen Kleber etikettiert wird, so schon verunreinigt werden. Weitere Beispiele für künstliche Verunreinigungen sind Biozide, Konservierungschemikalien wie Polyvinylacetat, Polyethylenglycol sowie Zigarettenasche.

Archäologische Proben, die künstliche Verunreinigungen aufweisen, erscheinen oft viel jünger als sie tatsächlich sind. Der Kontakt mit jungem Kohlenstoff ist der Grund dafür.

Vorbehandlungsmethoden

Bevor eine Probe datiert werden kann, müssen alle Verunreinigungen entfernt werden. Die physikalische Vorbehandlung beginnt mit der Entfernung von sichtbaren Verunreingungen wie Pflanzenwurzeln und dem Abkratzen der äußersten Schicht. Danach erfolgt oft die Zerkleinerung durch Mahlen und andere Methoden.

Der physichen Vorbehandlung folgt die chemische Vorbehandlung, mit der weitere Verunreinigungen entfernt werden. Die hierzu zu verwendenden Chemikalien, ihre Konzentration und die Anzahl der chemischen Waschvorgänge wird je nach nach Probe und deren erwarteten Verunreinigungen bestimmt. Wichtig zu wissen ist, dass es keine chemischen Standardvorbehandlungen gibt, die man auf alle zu datierenden Proben anwenden könnte.

Wichtige Anmerkung zur Vorbehandlung - Da die Methoden der Vorbehandlung der Proben den Befund unmittelbar beeinflussen, sollten sie diese genau kennen. Sie können sich gerne mit uns in Verbindung setzen, um die Methoden der Vorbehandlung mit uns zu besprechen oder uns bitten, Sie vor der Datierung über die Vorbehandlung zu informieren.

Materialien wie Holzkohle, Holz, Torf und Textilien durchlaufen in der Regel vor der C14-Datierung die Acid-Alkali-Acid (AAA) Methode. Mehr dazu

Materialien wie Sedimente und Erde werden vor der Radiokarbondatierung in der Regel Säurewaschungen unterzogen. (keine alkalische). Mehr dazu

Materialien wie Schalen und andere Materialien bei denen eine Datierung auf anorganischem Karbon (Karbonat) basiert, durchlaufen in der Regel ein Säurebad bevor sie vorbehandelt werden. Mehr dazu

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