BETA Analytic Abschlussbericht

Der Abschlussbericht von BETA Analytic beinhaltet die einzelnen Analysemethoden, die Lieferbasis, die Materialart und die einzelnen angewendeten Vorbehandlungen. Der Abschlussbericht wird per E-Mail zugesendet und im sicheren online Ergebnis-Portal des Kunden hochgeladen.

Archäologie | Grundwasser

Online Ergebnisarchiv

Über ihr geschütztes online Archiv haben alle Beta Analytic Kunden einen 24/7 Zugriff auf die Ergebnisse.

Vorbehandlungsmethoden

Die von Beta Analytic angewendeten Vorbehandlungsmethoden werden zu jedem Ergebnis der Radiokohlenstoff Datierung angegeben. Im Labor werden alle notwendigen chemischen und mechanischen Vorbehandlungen angewendet, um C14 zu isolieren, welches am Besten den zu untersuchenden zeitlichen Vorfall repräsentieren kann.

Wenn man Kohlenstoff Datierungsergebnisse interpretiert, muss man auch die Vorbehandlungen in Betracht ziehen. Manche Proben können nicht vollständig vorbehandelt werden, daher können die C14 Alter subjektiver sein, als bei Proben, die man vollständig vorbehandeln kann. Einige Materialien werden keiner Vorbehandlung unterzogen.

AMS Datierungsverfahren

Die AMS Radiokohlenstoffdatierung beginnt mit der Reduktion des Kohlenstoffs der Probe zu Graphit (100 % Kohlenstoff), nebst der Präparation von Standards und Hintergründen. Das Graphit wird dann in einem Beschleuniger-Massenspektrometer auf seinen C14 Gehalt untersucht. Das endgültige Ergebnis wird um die isotopische Fraktionierung korrigiert und dann in ein kalenderkalibriertes Datum umgewandelt.

Radiokohlenstoffalter und Kalenderkalibrierung

Das “herkömmliche C14 Alter” ist das Ergebnis nach der Anwendung von C13 und C12 Korrekturen am gemessen Alter und ist das zutreffendste Radiokohlenstoff Alter. An organischen Materialien und Süßwasser Karbonaten zwischen 0 und 42.000 BP werden geeignete Kalenderkalibrierungen vorgenommen. Wenn einige Kalibrierungen nicht in einem Bericht genannt werden, dann sind die Ergebnisse entweder zu jung, zu alt oder für eine Kalibrierung nicht geeignet.

Beta Analytic verwendet seit Februar 2014 die INTCAL13 Datenbank, um das Radiokohlenstoffalter in Kalenderjahre umzurechnen. In den Jahren davor hat das Labor die INTCAL09 Datenbank verwendet. Wenn Sie Ihre Ergebnisse rekalibriert haben möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an lab@radiocarbon.com.

Das Kalibrierungsprogramm von Beta Analytic beachtet in der Kalibrierungskurve die Fehler jeder einzelnen Baumringbestimmung und wendet dann das mathematische “Spline Fit” Verfahren nach Verwendung der Mathematik für Kalibrierungsszenarien – Ein vereinfachter Ansatz zur Kalibrierung von C14 Daten, Talma, A.S., Vogel, J.C., 1993, Radiocarbon 35 (2): 317-322) auf die Daten an.

Standardabweichung

Beta Analytic berichtet keine Standardabweichungen von weniger als +/- 30 BP für einzelne Messungen, da dies zu einer Falschinterpretation der Genauigkeit der Ergebnisse führen kann. Standard Zeitabweichungen von weniger als +/-30 Jahre BP werden nur berichtet, wenn das Labor eine eindeutige Probenfraktion (z. B. ein einzelner Zweig, Samen, Knochen oder Schale) mit Anteilen, die vorbehandelt, graphitisiert und AMS gezählt, jeweils 2 bis 3 Mal durchgeführt hat. Dies garantiert, dass jede Proben-, Labor- oder Zählbeeinflussung so weit wie möglich bei der Genauigkeit und dem angegebenen Sigma berücksichtigt wird. Wenn 2 oder 3 Messungen durchgeführt wurden, führt das Labor eine gewichtete Durchschnittsalter- und Fehlerberechnung durch und berichtet diese Werte.

Die Nachweiseffizienz von Teilchenbeschleunigern ist sehr hoch, daher sind extrem niedrige Sigmas durch die Messung von mehr Referenzstandards und/oder Zählung der unbekannten Probe über einen längeren Zeitraum möglich. Obwohl dies einen sehr geringen numerischen Sigmawert produzieren kann, ist dieser Wert strikt auf die “festgelegten Fehler” beschränkt, die mit dem Zählen von 14 C nach modernem Standard (Oxalsäure), unbekannte Probe und Chemieblindwert (Hintergrund) zusammenhängen.

Unglücklicherweise können die angegebenen Sigmas für Radiokohlenstoffdaten nicht die “nicht festgelegten Fehler”, wie die Probenhomogenität, Chemie und im geringeren Ausmaß die Detektorenstabilität berücksichtigen. So gut die AMS Geräte auch sind, können gleichzeitige Messungen des C14 nach modernem Standard, der Probe und des Blindwerts zu so geringen auf und ab Veränderung in der Bestimmungseffizienz erfolgen und werden die Genauigkeit der Ergebnisse manchmal außerhalb der kleineren genannten möglichen Sigmawerte beeinträchtigen. Daher nennt Beta Analytic nur kleinere Fehler und berücksichtigt dabei den zusätzlichen Aufwand und die Kosten für das mehrfache Bearbeiten der Proben.