Probenauswahl und Mengenempfehlungen

Bitte kontaktieren Sie uns bzgl. Mindestmengen

Bei den folgenden Empfehlungen handelt es sich um generelle Richtlinien, sie stellen keine Voraussetzung dar. Mithilfe unserer Beschleuniger-Massenspektrometer (Accelerator Mass Spectrometers – AMS) sind wir in der Lage, extrem kleine Kohlenstoffmengen zu analysieren.

Anforderungen hinsichtlich der Probenmenge variieren je nach Probe. Wir empfehlen immer, die für Ihr Forschungsziel passendste Probe auszuwählen. Wenn Sie Bedenken haben, dass Ihre Probe zu klein sein könnte, kontaktieren Sie uns bitte – unsere Spezialisten beraten Sie gerne.

Die untenstehenden Mengenangaben beziehen sich auf trockenes Material, ohne anhaftende/verbundene Matrix.

Vorbehandlung – Es ist wichtig, die Vorbehandlungen, die auf eine Probe angewendet werden, zu kennen, da diese das Endergebnis direkt beeinträchtigen können. Wenn Ihre Probe sehr klein oder fragil ist, sollten die Vorbehandlungsoptionen im Vorhinein besprochen werden, um die übermäßige Reduzierung der Probengröße zu vermeiden. Auf Anfrage setzen wir uns gerne nach der Vorbehandlung (und vor der Datierung) mit Ihnen in Verbindung, um die AMS Datierungsoptionen zu eruieren.

Beta Analytic hat die Gebühren für Teilanalysen (außer Lösemittel/Zellulose Extraktion) und für den Abbruch von Analysen für Proben, die zu klein für eine AMS Datierung sind oder eine nicht ausreichende Menge Kohlenstoff enthalten, entfernt.

Hinweis – Die Gebühren beinhalten δ13C Messungen mittels Isotopen-Massenspektrometer (IRMS), Qualitätssicherungsberichte, Kalenderkalibrierung (wo anwendbar) und den 24/7 Internetzugriff auf vorherige Ergebnisse und in der Bearbeitung befindliche Analysen. Für Radiokarbondatierungs-Proben stellen wir Ihnen ohne Aufpreis ebenfalls d15N für nicht eingeäscherte Knochen, d18O für Karbonate sowie d18O und d2H für Grundwasser zur Verfügung.

Klicken Sie auf das jeweilige Probenmaterial, um eventuelle zusätzliche Gebühren, Hinweise zur Probenauswahl und die Laborvorbehandlungen einsehen zu können. Informationen zu unserem RadiometricPLUS Service finden Sie hier.

Zusätzliche Kosten – Zusätzlich zum Standardpreis wird eine Gebühr für die Kollagenextraktion berechnet. Falls das Kollagen sich nicht für die Radiokohlenstoff Datierung eignet, kann die Analyse storniert werden.

Probenauswahl – Stücke oder Späne eignen sich am Besten für die Analyse. Bitte kontaktieren Sie uns, wenn Ihre Proben in Pulverform vorliegen.

Weitere Informationen zu der Vorbehandlung und der Radiokarbondatierung von Geweihen.

Zusätzliche Kosten – Zusätzlich zum AMS-Preis wird eine Gebühr für die Kollagenextraktion berechnet.

Aufgrund der geringen Dichte von Vogelknochen, ist der Kollagengehalt pro Einheit Gramm sehr viel niedriger als der von anderen Tierknochen. Darüber hinaus ist die zur Verfügung stehende Menge an Vogelknochen oft sehr gering. Bei gut erhaltenen Proben, war die Radiokarbondatierung von Vogelknochen mit einer Probenmenge von nur 300 Milligramm erfolgreich. Es ist wichtig die Nahrungsquellen und gegebenenfalls den Meerwasser Effekt in Betracht zu ziehen.

Weitere Informationen zur Radiokohlenstoffdatierung von Knochen

Verbrannte Knochen wurden bei niedrigen Temperaturen erhitzt. Sie sind üblicherweise verfärbt und oft fragil.

Zusätzliche Kosten – Zusätzlich zum AMS-Preis wird eine Gebühr für die Kollagenextraktion berechnet.

Probenauswahl – Die Erhitzung bei niedrigen Temperaturen schädigt das Kollagen hinsichtlich dessen Konservierungs-Widerstandsfähigkeit und macht es anfälliger für schwer zu entfernende Verunreinigungen. Wählen Sie wenn möglich die Stücke aus, die am wenigsten erhitzt wurden. Bevorzugen Sie gute kortikale Knochenfragmente, am Besten die Femur- oder Tibiaeschäfte, da diese gut präservieren. Schwammartige Knochen, wie Gelenke und Pfannen, Wirbelknochen u. ä. konservieren schlechter, folglich ist die Wahrscheinlichkeit, dass nach der Erhitzung bei niedrigen Temperaturen ausreichend Kollagen extrahiert werden kann, geringer.

Der Grad der Erhitzung und die Ausgrabungsbedingungen werden letztlich bestimmen, ob ein erhitzter Knochen mittels AMS datiert werden kann. Es ist nicht möglich vorherzusagen, was aus einem erhitzten Knochen gewonnen werden kann. Eventuell ist noch gutes Kollagen vorhanden, es können aber auch organische Materialien gewonnen werden, die nicht als Kollagen identifiziert werden können. Die Datierung dieser “residual bone organics” (zurückbleibende organische Knochenmaterialien) können ein realistisches AMS-Ergebnis liefern, wobei bei der Interpretation zur Vorsicht geraten wird.

Es werden keine Stornogebühren für erhitzte Knochen erhoben, die nach den Vorbehandlungen für ungeeignet befunden werden.

Weitere Informationen zur Radiokohlenstoffdatierung von Knochen

Knochen, die bei ausreichend hohen Temperaturen erhitzt wurden, um das Kollagen zu verkohlen, ohne es zu zerstören.

Zusätzliche Kosten – Zusätzlich zum AMS-Preis wird eine Gebühr für die Kollagenextraktion berechnet.

Probenauswahl – Es hängt vom Grad der Erhitzung ab, ob ein verbrannter Knochen Kohlenstoff für die Radiokarbondatierung liefert. Bei geringer Erhitzung gilt der Knochen als verbrannt, bitte konsultieren Sie obigen Abschnitt. Bei hohen Erhitzungsgraden, wurde das vorhandene Kollagen eventuell verbrannt. Generell lässt sich sagen, dass eine schwarze oder blaue Verfärbung auf das Vorhandensein von verbranntem Kollagen schließen lässt und somit eine AMS-Analyse möglich ist. Wenn der Knochen weiß ist und stark kalziniert erscheint, ist es unwahrscheinlich, dass das verbrannte Karbon ein AMS-Resultat liefert. Gegebenenfalls können jedoch nichtidentifizierbare organische Materialen gewonnen werden. Die Datierung dieser “residual bone organics” (zurückbleibende organische Knochenmaterialien) können ein realistisches AMS-Ergebnis liefern, wobei bei der Interpretation zur Vorsicht geraten wird.

Es werden Ihnen keine Stornierungsgebühren berechnet, wenn verbrannte Knochen nach der Vorbehandlung als für die Datierung ungeeignet befunden werden.

Weitere Informationen zur Radiokohlenstoffdatierung von Knochen

Knochen, die für einen ausreichenden Zeitraum Temperaturen über 600 Grad Celsius ausgesetzt waren, sodass lösliche Kohlenstoffionen wie Kalzit und absorbierte Karbonate entfernt wurden, das ursprüngliche, strukturelle Karbonat des Knochens jedoch intakt blieb.

Zusätzliche Kosten – Zusätzlich zum Standardpreis wird eine Gebühr für die Extraktion des Knochenkarbonats berechnet.

Probenauswahl – Weiße Stücke oder Späne, die keine oder geringe schwarze, blaue oder graue Flecken aufweisen, sind am Besten geeignet. Karbonataufkommen in verschiedenen Knochenbereichen können auf eine unvollständige Einäscherung hinweisen. Um dies herauszufinden, wird das Karbonataufkommen in zwei Bereichen des Knochens getestet. Wenn das Karbonataufkommen ähnlich ist, fährt das Labor mit der AMS-Datierung fort. Wenn die Ergebnisse unterschiedlich ausfallen, setzt sich das Labor mit Ihnen in Verbindung, um zu besprechen, ob mit der Analyse fortgefahren oder diese abgebrochen werden soll.

Die Datierung von Knochenkarbonat gilt als spezielle Anfrage und ist mit zusätzlichen Kosten verbunden. Bitte kontaktieren Sie uns, bevor Sie Proben zur Datierung von Knochenkarbonat einsenden.

Es werden Ihnen keine Stornierungsgebühren berechnet, wenn verbrannte Knochen nach der Vorbehandlung als für die Datierung ungeeignet befunden werden.

Weitere Informationen zur Radiokohlenstoffdatierung von Knochen

Zusätzliche Kosten – Zusätzlich zum AMS-Preis wird eine Gebühr für die Kollagenextraktion berechnet.

Probenauswahl – Bitte wählen Sie kortikale Knochen der größeren Körperknochen (Femur, Tibia, Oberarmknochen, Kiefer, Paukenteil des Schädels und manchmal Rippen). Lange, dichte Knochen sind am Besten für die AMS-Datierung geeignet, da sie eine hohe Kollagenmasse pro Einheit Gramm aufweisen.

Schwammartige Knochen, wie Gelenke und Pfannen, Wirbelknochen u. ä. konservieren in der Regel schlechter unter rauen Bedingungen und liefern eventuell nicht genügend Kollagen für eine Analyse.

Weitere Informationen zur Ultrafiltration, Vorbehandlung und der Radiokohlenstoffdatierung von Knochen

Probenauswahl – Die Wasseraufschwemmung ist eine übliche Technik zur Konsolidierung oder Separation von Holzkohle und Sedimentmatrix. Bei der Verwendung von Trinkwasser besteht nur eine minimale Möglichkeit auf tatsächliche Verunreinigungen. Nicht-organisches Kohlenstoff Dispergiermittel anzuwenden ist in Ordnung. Wenn Sie die Aufschwemmung vornehmen, stellen Sie sicher, dass alle Siebe und Behälter absolut frei von Karbonaten sind.

Bitte verhindern Sie den Hautkontakt mit der Probe, um Verunreinigungen durch sich auf der Haut befindliche, rezente Öle zu verhindern. Wenn der Hautkontakt mit der Probe unvermeidlich ist, ist das Material üblicherweise noch datierbar, teilen Sie dem Labor die Einwirkung jedoch bitte unbedingt mit. Bitte trocknen Sie die Proben vor dem Versand um Schimmelwachstum, o. ä. zu verhindern.

Weitere Informationen zu der Vorbehandlung und der Radiokarbondatierung von Holzkohle

Probenauswahl – Bitte informieren Sie das Labor über die Fundkonditionen des Dungs und die Wahrscheinlichkeit von Verunreinigungen durch organische Stoffe aus der Umgebung. Wenn Ihre Probe z. B. aus der Wüste stammt, können die Alkali-Schritte übersprungen werden, sodass die Probenmasse nicht beeinträchtigt wird. Falls das Material aus einem komplexen Erdboden-Kontext stammt oder nur geringe Mengen vorliegen, empfehlen wir die AMS-Datierung unter Anwendung aller Vorbehandlungen.

Dung ist üblicherweise hochresistent, da er aus organischen Materialien besteht, die den Verdauungstrakt überlebt haben. In einigen Fällen kann er jedoch stark mit Alkali reagieren, was wiederum angewendet wird, um sekundäre Huminsäuren zu entfernen. Bei der AMS-Analyse stellt dies normalerweise kein Problem dar, ausgenommen bei sehr kleinen Proben.

Bitte kontaktieren Sie das Labor, um vor dem Versand die Eignung Ihrer Proben zu diskutieren.

Sie können uns gerne spezifische Anweisungen hinsichtlich der Vorbehandlungen (z. B. leichte Säureätzung oder keine Vorbehandlung) oder der Berichterstattung geben. Für moderne Studien – Δ14C kann auf Anfrage berichtet werden. Für Altertums-Studien – Radiokarbonalter, korrigiert gemäß Meerwasser Effekt. d13C- und d18O-Werte sind in die Radiokarbondatierung eingeschlossen.

Probenauswahl – Die Proben sollten vorextrahiert vorliegen.

Weitere Details unter Radiokarbondatierung von Foraminiferen

Setzen Sie sich bitte mit dem Labor in Verbindung, bevor Sie Haarproben einsenden.

Setzen Sie sich bitte mit dem Labor in Verbindung, bevor Sie Insektenproben einsenden.

Probenauswahl – Aufgrund der wiederholten Anwendung von Ölen und anderer Konservierungsstoffe, die im Laufe der Zeit aufgetragen wurden, ist es oft nicht möglich Kohlenstoff für eine akkurate AMS-Datierung zu gewinnen. Naturreines Leder aus archäologischen Fundstätten liefert oft ein sehr verlässliches Datum. Lederartefakte wie Harnische oder Sättel liefern oft fehlerverdächtige Ergebnisse.

Bitte kontaktieren Sie das Labor, bevor Sie Proben einsenden, um die Eignung und Vorbehandlungen (entweder Säure-Alkali oder Säure-Lösungsmittelextraktion) zu eruieren.

Probenauswahl – Oft wählen Wissenschaftler, die Sedimenthorizonte datieren lassen wollen, die AMS Datierung von Makrofossilien oder einem dünnen, hochauflösenden Abschnitt des Profils, anstatt einem Bruttodurchschnitt, den man von einer großen Masse erhält. Manchmal kann eine große Menge Sediment (maximal 200 Gramm) für die Extraktion von Ruß, Makrofossilien oder wenn eine alkalilösliche oder nicht lösliche Fraktion datiert wird, nützlich sein. Unser Labor ist in der Lage, diese Extraktionen vorzunehmen.

Wir empfehlen nur die Menge an Sediment einzusenden, die für die Analyse benötigt wird. Wir beraten Sie gerne wie viel Material benötigt wird, in keinem Fall sollte die eingesendete Menge jedoch 200 Gramm überschreiten. Beachten Sie bitte, dass für die meisten organischen Sedimentproben für eine AMS-Datierung nur 2 – 4 Gramm, oder weniger nötig sind, abhängig vom Kohlenstoffgehalt.

Entsorgung von Sedimentproben – Bitte beachten Sie, dass aus dem Ausland und auch aus vielen US-Bundesstaaten erhaltene Sedimentproben nach den von dem US Department of Agriculture, Animal and Plant Health Inspection Service (APHIS) aufgestellten Richtlinien behandelt werden müssen. Diese Richtlinien schreiben vor, dass importierte Sedimentproben bei Erhalt entweder chemisch oder mit Wärme behandelt werden und abschließend durch Einäscherung entsorgt werden müssen. Daher werden Sedimentproben, die unser Labor erhält, gemäß diesen Richtlinien entsorgt und wir können sie leider nicht zurücksenden.

Weitere Informationen zur Vorbehandlung und der Datierung von Makrofossilien vs. Sediment

Probenauswahl – Die benötigte Menge an Torf variiert je nach Zustand des Torfs und dessen Inhalten. Bei reinen Seggen senden Sie bitte 10 – 20 Milligramm für die AMS-Datierung. Bei verschmutztem Torf 2 – 10 Gramm für die AMS-Datierung. Bei erhöhter Humifizierung und Sedimentanteilen sinkt der Kohlenstoffanteil, somit ist eine Einschätzung der benötigten Probenmenge schwierig. Wenn eine teilweise vererdete Torfprobe Pflanzenmaterial enthält, können sich zwei Fraktionen ergeben: eine Pflanzenmaterial- und eine organische Sedimentfraktion.

Weitere Informationen zu der Radiokarbondatierung von Torf

Vorbehandlung – Phytolithe müssen dem Labor bereits extrahiert und
bereit für die Analyse vorliegen, da es uns im Moment nicht möglich ist, die Extraktion im Labor vorzunehmen. Wir setzten Sie jedoch gerne mit Experten in Verbindung, die Ihnen bei dem Extraktions-Prozess behilflich sein können. Wenn Sie die Extraktion selbst durchführen, evaporieren Sie Ihre Probe nicht trocken in Lösungsmitteln wie Aceton oder Hexan. Die abschließenden Schritte sollten mithilfe eines finalen hydrophilen Lösungsmittels wie Aceton, gefolgt von mehreren Waschungen mit hochwertigem Wasser (deionisiert, destilliert, Milli-Q), erfolgen, bevor die Probe getrocknet wird.

Vorextrahierte, isolierte und saubere Phytolithe können üblicherweise anhand von 200 – 400 Milligramm Material datiert werden.

Weitere Informationen zur Vorbehandlung und der AMS-Datierung von Photolithen

Setzen Sie sich bitte mit dem Labor in Verbindung, sollten Sie Fragen oder Bedenken haben. Weitere Informationen können Sie auf unserer AMS Datierung von Samen und Körnern Seite finden.

Bei kleinen Proben setzten Sie sich bitte zur Erörterung mit uns in Verbindung.

Pollen müssen “ready for analysis” (Analyse-fertig) eingesandt werden. Beta verfügt derzeit nicht über entsprechende Möglichkeiten Pollen zu extrahieren und isolieren.

Vorbereitung der Proben – Das Extrakt muss neutral (pH 6-8) sein, um eine AMS-Datierung zu ermöglichen. Wenn ausreichend Probenmaterial zur Verfügung steht, wird die Neutralität an einer kleinen Teilprobe verifiziert. Falls das Extrakt im sauren Bereich liegt, wird es mit de-ionisiertem Wasser gespült, um einen pH-neutralen Wert zu erzielen. Der Verlust von Probenmaterial ist jedoch möglich.

Die Pollen müssen nicht trocken sein. Die Probe kann im Labor getrocknet werden. Wenn Sie die Probe jedoch trocknen möchten, verwenden Sie bitte kein Aceton oder Methanol als finalen Schritt des Trockenvorgangs, da diese Substanzen ein fälschliches, zu altes Ergebnis erzielen können.

HINWEIS: Das Labor erhält manchmal als “Pollen” bezeichnete Proben, die im Rahmen der mikroskopischen Untersuchung verschiedene Komponenten wie Sediment, Fasern und Pflanzenmaterialien aufweisen. In diesem Fall setzt sich das Labor mit Ihnen in Verbindung, sodass Sie weitere Instruktionen geben oder die Probe stornieren können. Wenn die Analyse durchgeführt wird, wird das Ergebnis als “organisches Material” anstatt als “Pollen” berichtet.

Labor-Vorbehandlungen sind nicht möglich.

Weitere Details zur Radiokarbondatierung von Pollen

Probenauswahl – Das zur Verfügung stehende Material kann in mehreren Formen auftreten: Verkohlte Speisereste auf der inneren Oberfläche, Brennstoff-Kohlenstoff auf der äußeren Oberfläche, extrahierbare Härtungsmittel, organischer Kohlenstoff aus dem Ton selbst. Generell werden die organischen Rückstände an der Innenoberfläche als Material der Wahl angesehen, da sie den Zeitraum der Verwendung des Gefäßes repräsentieren und ein kurzlebiges Material darstellen. Es kann jedoch vorkommen, dass diese Rückstände die Alkali-Vorbehandlung nicht vertragen, in diesem Fall kontaktieren wir Sie um weitere Schritte zu erläutern.

Weitere Informationen zu der Radiokarbon Datierung von Keramik

Probenauswahl – Wenn Sie annehmen, dass alle Schalenweichtiere aus einem Kontext das gleiche Alter aufweisen, ist es kein Problem verschiedene Spezies zu kombinieren und als eine Probe zu datieren.

Wenn ausreichend Material vorliegt, entfernt das Labor üblicherweise den äußeren Teil des Schalenweichtiers mittels Ätzung, um potenzielle sekundäre Karbonate zu entfernen. Bitte ziehen Sie dies in Betracht, wenn Sie Ihre Probe auswählen. Generell lässt sich sagen, je mehr Material vorliegt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit ein gutes Ergebnis zu erhalten. Im Fall von extrem kleinen Proben, können wir eventuell nur eine leichte oder keine Ätzung vornehmen.

Da das Labor die C14-Messung anhand des Karbonats vornimmt, ist es nicht bedenklich, wenn die Proben mit Haut in Kontakt kommen. Sollte das Labor die organische Fraktion analysieren, dürfen die Proben nicht mit bloßen Händen gehandhabt werden, da sich auf der Haut befindliche, moderne Öle die Probe verunreinigen könnten.

Weitere Informationen zur Vorbehandlung und der Radiokarbon Datierung von Schalenweichtieren

Probenauswahl – Bevorzugte Proben sind Schneidezähne, Eckzähne und Backenzähne, an denen noch alle Wurzeln vorhanden sind.

Weitere Informationen zu Radiokarbondatierung von Zähnen

Bitte konsultieren Sie das Labor, bevor Sie Textil-Proben einsenden.

Textilien bedürfen aufgrund von übermäßiger Handhabung meist einer Zelluloseextraktion oder Lösungsmittelextraktion, manchmal sind beide von Nöten. Aufgrund des hohen Zeitaufwands und der Ressourcenbelastung, werden Gebühren für Lösemittel- und Zelluloseextraktionen auch berechnet, wenn Proben abgebrochen werden.

Probenauswahl – Wenn das Textil gut erhalten ist, eine gute Struktur aufweist und nicht mit Konservierungsstoffen behandelt wurde, ist die Probe für eine C-14 Datierung nach standardisierter Säure-Alkali-Säure Vorbehandlung geeignet. Proben können in Form von Streifen, Fasern oder Stoffstücken eingereicht werden.

Ausnahmen für Textilien und Kunstwerke – Das Labor nimmt keine Materialien von kommerziellem Wert an, einschließlich Materialien, die üblicherweise auf Antikmärkten zum Verkauf angeboten werden. Das Labor analysiert keine Antiquitäten, Bücher, Manuskripte oder religiöse Materialien.

Weitere Informationen zu der Radiokohlenstoffdatierung von Textilien

Bitte kontaktieren Sie das Labor, bevor Sie Proben senden.

Wichtig – Bitte lassen Sie uns wissen, ob Ihre Proben Salz enthalten und in jedweder Weise Labeled C-14 (künstliches C-14) ausgesetzt waren. Dies schließt Schiffe, Laboratorien oder sonstige Orte ein, von denen bekannt ist, dass künstliches C14 gehandhabt wird oder eine Kontamination erfolgte. Die Sammel- und/oder Versandbehälter müssen neu sein und dürfen vorher nicht anderweitig verwendet worden sein. Fügen Sie dem Wasser bei der Abfüllung keine Chemikalien hinzu.

Wir können leider keine Meerwasserproben annehmen, die mit Quecksilberchlorid (HgCl2) oder Natriumazid (NaN3) behandelt wurden, da wir nicht über die nötigen Entsorgungsmöglichkeiten für diese toxischen Substanzen verfügen.

Probenauswahl – Lassen Sie das Wasser so lang wie möglich laufen, bzw. bis Sie sicher sind, dass Sie das gewünschte Wasser erhalten. Spülen Sie den Behälter vor dem Einfüllen der Probe unter fließendem Wasser aus. Fügen Sie der Wasserprobe nichts hinzu. Befüllen Sie den Behälter nicht gänzlich, lassen Sie den Hals der Flasche leer, um der Ausdehnung während des Transports zu berücksichtigen. Verpacken Sie die Flaschen bitte in einer Plastiktüte und verschließen Sie diese mit einem Kabelbinder oder Isolierband, so wird der Karton nicht beschädigt, sollte eine der Flaschen beim Transport auslaufen.

Weitere Informationen zur Probenentnahme und empfohlenen Behältnissen finden Sie auf unserer Seite zu Grundwasserproben .

Bitte konsultieren Sie das Labor, bevor Sie Proben einsenden.

Probenauswahl – Wasserflotation ist eine übliche Technik, um Holz von einer Sedimentmatrix zu trennen und es zu konsolidieren. Bei Verwendung von Trinkwasser besteht eine geringe Wahrscheinlichkeit, dass Verunreinigungen auftreten. Die Verwendung von nichtorganischen Karbon-Dispersionsmitteln ist akzeptable. Wenn Sie Ihre Probe aufschwemmen, stellen Sie bitte sicher, dass alle Siebe und verwendeten Behälter frei von Kohlenstoff sind. Bitte handhaben Sie die Proben nicht mit bloßen Händen, da dies zu Verunreinigungen durch moderne, sich auf der Haut befindlichen Öle führen kann. Wenn eine Probe versehentlich mit bloßen Händen berührt wurde, sollte sie dennoch datierbar sein, teilen Sie dies jedoch bitte unbedingt dem Labor mit.

Wir empfehlen die Proben vor dem Versand zu trocknen, um die Bildung von Schimmel, o. ä. zu verhindern. Wenn es nicht möglich ist die Proben zu trocknen (z. B. bei Versand von der Aus­gra­bungs­stät­te oder bei sehr kleinen, in einer Lösung enthaltenen Proben) schicken Sie die Proben bitte auf dem schnellst möglichen Weg.

Konserviertes Holz benötigt entweder eine Zelluloseextraktion, eine Lösemittelextraktion oder beides, abhängig von der Art der angewendeten Konservierung auf das Material. Falls die Radiokarbondatierung abgebrochen wird, fallen trotzdem Gebühren für die Lösemittel- und Zelluloseextraktion an, da im Rahmen der Vorbehandlung für das Labor hohe Kosten entstehen.

Weitere Informationen zu der Vorbehandlung und der Radiokohlenstoffdatierung von Holz

Empfohlene Verpackung

Geben Sie große Radiokarbonproben bitte direkt in einen Druckverschlussbeutel. Die Beutel werden die Probe nicht verunreinigen. Kleine Proben oder Proben mit kleinen Partikeln sollten in Aluminiumfolie eingepackt werden, bevor man sie in die Beutel gibt. Geben Sie jede in Folie eingewickelte Probe einzeln in einen wiederverschließbaren Druckverschlussbeutel.

HINWEIS: Handhaben Sie bitte nur eine Probe zur selben Zeit. Beginnen und beenden Sie den Verpackungsvorgang für jede Probe, bevor Sie mit der nächsten beginnen. Dies wird sicherstellen, dass Verwechslungen während des Verpackungsvorgangs vermieden werden.

Wir empfehlen dringend Ihre Proben in kleinen Paketen zu versenden (anstelle von Umschlägen), um die Unversehrtheit der Proben während des Versands zu garantieren. In der Regel verwenden Postdienstleister während des automatisierten Sortierprozesses Walzen, die Druck auf die Umschläge ausüben. Dieser Druck kann ausreichen um kleine Fragmente zu zerdrücken und zu pulverisieren.

Versandempfehlungen und Adressen

Zahlungsbedingungen

Probenbehandlungsanweisungen