AMS dating groundwater

Radiokohlenstoffdatierung von gelöstem organischem Kohlenstoff (DOC) in Süßwasser

Empfohlene Probenmenge 
1L Wasser (bitte kontaktieren Sie unser Labor, bevor Sie Proben einsenden)
Unser Labor akzeptiert nur gefilterte Proben (0,7 Mikrometer oder weniger), mit einer minimum DOC Konzentration von 5,0mg/L. Falls Ihnen die DOC Konzentration nicht bekannt ist, informieren Sie bitte unser Labor.
Bitte kontaktieren Sie uns bevor Sie weniger Probenmenge einsenden, als in unserer Empfehlung angegeben.
Verfügbarer Service
AMS Standard – Ergebnisse werden innerhalb von 30 Werktagen berichtet
Empfohlener Behälter
Braunglasflasche, die so wenig Leerraum wie möglich lässt; Braunglasflaschen mit einem schmalen Hals und mit geschlossenen Verschlusskappen werden empfohlen.
HINWEIS: Derzeit bieten wir 14C Analysen NUR für Süßwasser DOC Proben an. Außerdem bieten wir 13C DOC Analysen für Süß- und Brackwasser.
Bitte behandeln Sie die Proben NICHT mit Chemikalien.

Hinweis – Die Gebühren beinhalten d13C-Messungen, Qualitätssicherungsberichte und 24/7-Webzugriff auf frühere Ergebnisse und ausstehende Analysen. Eine zusätzliche Gebühr wird erhoben, wenn Sauerstoff-18- und Deuterium-Isotopenmessungen benötigt werden.

Bitte lassen Sie uns wissen, ob Ihre Wasserproben Salz enthalten oder sich in der Nähe eines Ortes befunden haben, in dem 14C (künstliches 14C) verwendet wurde.

Die Sammel- und / oder Versandbehälter müssen neu sein und bisher zu keinem Zweck verwendet worden sein.

Beta Analytic kann keine Proben annehmen, die mit Quecksilberchlorid (HgCl2) oder Natriumazid (NaN3) behandelt wurden. Wir haben keine Entsorgungsmöglichkeiten für diese giftigen Substanzen.

Proben sammeln

 
  1. Stellen Sie sicher, dass Sie Wasserproben auch in der Tiefe sammeln, die Sie studieren möchten.

  2. Flaschen vom Typ Nalgen können für die Probenentnahme verwendet werden, Glas ist jedoch vorzuziehen und wird für die Langzeitlagerung dringend empfohlen.

    Sowohl Kunststoff-, als auch Glasflaschen müssen in einem 10%igen Salzsäurebad (HCl) vorgereinigt und mit entionisiertem (DI) Wasser gespült werden, um mögliche Verunreinigungen zu entfernen. Glasflaschen sollten auch 6 Stunden auf 450°C erhitzt werden, um sicherzustellen, dass keine Verunreinigungen vorhanden sind.

  3. Spülen Sie die Flasche mindestens zweimal gründlich mit der Probe aus, bevor Sie die endgültige Probe mit Hilfe eines Wasserfilters entnehmen. Verwenden Sie einen Filter mit Porengrößen zwischen 0,2 und 0,7 μm. Wenn Proben nicht gefiltert werden, kann sich die DOC Signatur der Proben während des Probenversands ändern.

  4. Füllen Sie die Flasche mit möglichst wenig Leerraum.

  5. Wenn die Proben längere Zeit gelagert werden sollen, müssen sie zwischen 3-5°C (37-41 °F) gekühlt werden.

  6. Verschließen Sie den Raum zwischen der Flasche und dem Deckel mit Klebeband, um zu verhindern, dass während des Transports Kohlendioxid (CO2) mit der Atmosphäre ausgetauscht wird.

Weitere Empfehlungen

  • Kennzeichnen Sie die Außenseite der Flasche mit dem Probenidentifikator eindeutig mittels unlösbarer Tinte oder manipulationssicherem Etikett.
  • Es ist hilfreich, vor dem Versand den pH-Wert, den Salzgehalt und die DOC-Konzentration zu messen. Dies ist jedoch nicht erforderlich.
  • Fügen Sie nach der Entnahme keine Chemikalien den Wasserproben hinzu, einschließlich Säuren oder gebräuchlichen Probenaufbewahrungsmitteln.

Wenn möglich, sollten die Proben gekühlt oder kalt (NICHT gefroren) gesendet werden. Erste-Hilfe-Eisbeutel funktionieren gut für diesen Zweck; Sie sorgen dafür, dass sich die Proben während des Transports nicht zu stark erwärmen.

Vor dem Einlegen in einen Kühler oder Karton müssen die Flaschen in eine Plastiktüte gegeben und versiegelt werden. Bitte verwenden Sie Versandbehälter mit ausreichend Verpackungsmaterial, um einen Bruch zu vermeiden.
HINWEIS: Beta Analytic sendet KEINE Wasserproben, Flaschen oder Kühler zurück.

Wir empfehlen einen kommerziellen Kurierdienst oder registrierte erstklassige Post, wenn Sie die Proben an unser Labor schicken. Bitte senden Sie uns den Kuriernamen und die Sendungsnummer per E-Mail, damit wir Ihr Paket überwachen können.

Gelöster organischer Kohlenstoff (DOC) ist der größte Pool an organischem Material und reduziertem Kohlenstoff in den Ozeanen, der in etwa der Größe von CO2 in der Atmosphäre entspricht (Beaupré 2007). DOC kommt auch in terrestrischen Ökosystemen vor und spielt eine wichtige Rolle im globalen Kohlenstoffkreislauf, zum Teil aufgrund seiner Fähigkeit, Kohlenstoff zwischen verschiedenen Pools im Ökosystem zu transportieren (Kolka 2008). DOC kann man außerhalb des Ökosystems (atmosphärischer Kohlenstoff, Ferntransport) oder innerhalb des Ökosystems (Pflanzen / Mikroben oder aus Böden / Sedimenten) in Umgebungen mit einem niedrigeren Sauerstoffgehalt wie Sümpfen, finden ( Bruckner 2016).

Die Messung von Radiokohlenstoff in DOC ist ein nützliches Instrument zur Ermittlung der Quellen und Zyklusprozesse von DOC in natürlichen Gewässern, sowohl im Süßwasser, als auch im Meer (Xue 2015). Während das absolute Alter allein Informationen über die Quellen des im DOC enthaltenen Kohlenstoffs liefern kann, ist es am nützlichsten, wenn es mit zusätzlichen Informationen wie 13C-Messungen oder anderen stabilen Isotopenmessungen aus Nährstoffen wie Phosphat oder Nitrat kombiniert wird. Dies liegt an der Rolle von DOC im Nährstoffkreislauf und der Verfügbarkeit in Ökosystemen.

Zusammen mit anderen im Ökosystem vorhandenen Nährstoffen, ermöglichen Messungen von Radiokohlenwasserstoffen und stabilen Isotopen in DOC ein vollständigeres Bild der Gesundheit eines Ökosystems. Wenn Proben entlang eines Transekts in einer Wasserscheide, einem landwirtschaftlichen Gebiet usw. gesammelt werden, können die Daten verwendet werden, um die Beiträge des DOC-Pools aus alten und modernen Kohlenstoffquellen zu quantifizieren, die Wasserqualität zu bestimmen und letztendlich die Auswirkungen auf ein bestimmtes Ökosystem zu bestimmen. Ein unberührtes und wenig betroffenes Gebiet in den Florida Everglades wird beispielsweise ein modernes oder nahezu modernes Radiokohlenstoffalter aufweisen, was auf einen relativ geringen Beitrag aus “alten” Kohlenstoffquellen, wie Torfablagerungen und einen hohen Beitrag aus modernen Quellen hindeutet. Vor allem auf eine CO2-Aufnahme von atmosphärischem CO2, durch einheimische C3-Pflanzen in Feuchtgebieten (Stern 2007).

Referenzen:

  1. Beaupré, S. R., Druffel, E. R., & Griffin, S. (2007). A low‐blank photochemical extraction system for concentration and isotopic analyses of marine dissolved organic carbon. Limnology and Oceanography: Methods, 5(6), 174-184.
  2. Kolka, Randall, Peter Weishampel, and Mats Fröberg. Measurement and importance of dissolved organic carbon. Field measurements for forest carbon monitoring. Springer, Dordrecht, 2008. 171-176.
  3. Stern, J., et al. Distribution and turnover of carbon in natural and constructed wetlands in the Florida Everglades. Applied Geochemistry 22.9 (2007): 1936-1948.
  4. Xue, Y., Ge, T., & Wang, X. (2015). An effective method of UV-oxidation of dissolved organic carbon in natural waters for radiocarbon analysis by accelerator mass spectrometry. Journal of Ocean University of China, 14(6), 989-993.
  5. Monica Z. Bruckner (2016). Measuring Dissolved and Particulate Organic Carbon (DOC and POC) (accessed September 2019)